Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung

Berühmte Diamanten

Im Folgenden eine Zusammenstellung aussergewöhnlicher und besonderer Diamanten; viele davon haben historischen Wert. Oft kommt die Frage nach dem materiellen Wert der Schätze auf. Allerdings sind Preisschätzungen mitunter sehr schwierig einfach aufgrund der Einzigartigkeit der Edelsteine.


"Moderation is a fatal thing.
Nothing succeeds like excess."

 Oscar Wilde


Der Blaue Wittelsbacher


Die Geschichte des Blauen Wittelsbachers lässt sich bis ins 17. Jahrhundert zurückverfolgen. Damals gelangte er als Mitgift der Tochter des spanischen Königs nach Österreich.  Im Laufe der Jahre wurde der besondere Edelstein weitervererbt und wurde 1722 Teil der bayrischen Kronjuwelen der Wittelsbacher Familie. Durch die Umwerfungen des ersten Weltkrieges wurde Bayern eine Republik und die Nachkommen der Königsfamilie  versuchten den damals 35,56 Karat (7,11 g) schweren Diamanten im Jahr 1931 auf einer Auktion in London zu verkaufen. Das sollte das letzte Mal für über 70 Jahre sein, dass der besondere blaue Stein in der Öffentlichkeit zu sehen war. Es heisst, der Diamant wurde über verschiedene Diamanthändler in Antwerpen und Juweliere gehandelt und schließlich von Kaufhausmagnat Helmut Horten als Geschenk für seine Ehefrau erworben. Bei einer Auktion von Christie´s in London wurde der Blaue Wittelsbacher 2008 für 18,4 Millionen Euro versteigert und ging an den Juwelier Laurence Graff. Ein Diamant der Superlative auch im Preis- bis dahin erzielte kein Diamant bei einer Auktion einen höheren Preis.


(1) Wittelsbach-Graff Diamant

Im Jahr 2010 wurde bekannt, dass Graff den historischen Edelstein neu schleifen lies: Dabei verlor der Diamant zwar über vier Karat an Gewicht, wurde allerdings von Gebrauchsspuren wie Absplitterungen und Kratzern befreit und gleichzeitig erhöhte sich die Reinheitsstufe von VS1 auf IF (lupenrein). Seitdem heisst der Stein offiziell Wittelsbach-Graff Diamant. Dennoch brachte der neue, optimierte Schliff Graff viel Kritik ein, da viele darin eine Beschädigung des historischen Charakters des Diamanten sehen. Angeblich wurde der Diamant im Jahr 2011 von Scheich Hamad bin Chalifa für über 80 Millionen US-Dollar gekauft.

(1) Quelle: Wikipedia, Autor: Physolamuse


Hope Diamant


Der Hope Diamant ist einer der berühmtesten und zugleich einer der berüchtigtsten Diamanten zugleich. Weltbekannt wurde der einzigartige 45,52 Karat wiegende blaue Diamant nicht zuletzt durch seine Besitzer: Die französischen Könige Ludwig XIV, XV, XVI sowie Marie Antoinette, der englische König Georg IV., sein Namensgeber Henry Hope, der englische Juwelier Harry Winston und weitere. Heutzutage ist der besondere Edelstein in der Smithsonian Institution in den USA ausgestellt.



(2) Der Hope Diamant

Der walnussgroße Diamant im antiken Kissenschliff begeistert Besucher des Museums genauso wie Gemmologen. Im kurzwelligen UV-Licht phosphoresziert der Stein rot. Auch das rote Nachleuchten oder Glühen wird von vielen als Zeichen gedeutet, dass mit dem Diamanten etwas nicht stimmt. Es wurden seit jeher Geschichten kolportiert, die dem Stein einen Fluch nachsagen, der seinen Trägern Unglück bringt. Tatsächlich sind diese Legenden eher widersprüchlich, da vielen Besitzern sowohl Positives als auch Negatives widerfahren ist. Letztendlich gefällt den meisten Leuten aber die spannende Geschichte hinter dem Schmuckstein.

Im Jahre 1988 von GIA bewertet wurde die Farbe als „Fancy Dark Grayish Blue“ beschrieben und der Reinheitsgrad mit VS1 angegeben. Der Wert dieses einzigartigen Diamanten ist im Prinzip nicht zu beziffern. Viele Schätzungen sehen den Preis allerdings im dreistelligen Millionenbereich. Mehr Informationen zum Hope Diamanten finden Sie hier.

(2) "Mit freundlicher Genehmigung des Smithsonian Institute", Fotograf Chip Clark



Der Cullinan Diamant


Der Cullinan Diamant ist der größte Diamant in Schmuckqualität, der jemals gefunden wurde. Der Rohdiamant wog 3.106,75 Karat (621,35 g) und wurde 1905 in der südafrikanischen Premier Mine gefunden und nach dessen Eigentümer, Thomas Cullinan, benannt. Verarbeitet wurde der Rohstein in 9 größere Einzelstücke und 96 kleinere Steine, aufgrund von einigen Einschlüssen in ungünstiger, mittiger Lage. Alle neun größeren Diamanten (Cullinan I bis Cullinan IX) sind Teil der britischen Kronjuwelen und im Tower von London zu sehen. Von besonderer Bedeutung sind Cullinan I und II, die auch „Der große Stern von Afrika“ (Great Star of Africa) und „Kleiner Stern von Afrika“ (Lesser Star of Africa) genannt werden. Der erste wiegt immerhin 530,2 Karat, ist in Tropfenform geschliffen und ziert das Zepter von König Edward VII. Der kleine Stern von Afrika wiegt 317,4 Karat, ist kreisförmig geschliffen und schmückt die britische Königskrone. Cullinan III und IV wiegen 94,4 und 63,6 Karat und sind in der Krone von Königin Mary verarbeitet.



(3) Cullinan Diamant - die 9 größten Teile des Rohdiamanten

Die Premier Mine ist bis heute aktiv und wird mittlerweile in 763 Metern Tiefe betrieben. Der Cullinan-Rohdiamant wurde anno 1907 dem britischen König geschenkt als Dank für die Gewährung der selbstständigen inneren Verwaltung der damaligen Kolonie Transvaal (Südafrika).

Kurios: Der Transport des sagenhaften Steines war riskant und man fürchtete, dass er auf dem Weg nach England gestohlen werden könnte. Das Dampfschiff, das den Diamanten transportierte, war voller Sicherheitspersonal, die einen Stein in einem Safe bewachten. Lediglich handelte es sich dabei um eine Attrappe, der echte Cullinan-Diamant wurde zeitgleich per Post nach England geschickt.
 (3) Quelle: Wikipedia, Erlaubnis: PD-OLD


Golden Eye Diamant


Ein goldenes Auge – bei diesem besonderen, lupenreinen 43,51-karätigen Diamanten, der in gelbgoldener Farbe glänzt, ist der Name tatsächlich Programm. Die bestechende Farbe, Kanariengelb (auch: Fancy Intense Yellow, die höchste Qualitätsstufe bei gelben Diamanten), und seine Größe machen ihn einzigartig: Ein größerer kanariengelber Diamant ist weltweit nicht bekannt. Der Radiantschliff, lässt den Stein zusätzlich funkeln lässt, ist aus erstklassig ausgeführt.



(4) Golden Eye Diamant

Wie aus einem James Bond Film hört sich die Geschichte des Golden Eye Diamanten an: Wahrscheinlich im Jahre 1872 in Südafrika gefunden wog der einmalige Stein ursprünglich 124,5 Karat. Unter nach wie vor ungeklärten Umständen gelangte der Diamant in die Hände des Geschäftsmannes und Betrügers Paul Monea, der ihn als Sicherheit in zwielichtigen Geschäften nutzte. Im Jahr 2007 wurde Monea vom FBI verhaftet und der Edelstein beschlagnahmt.

Im Jahr 2011 wurde der Diamant schließlich versteigert mit einem Startpreis von 900.000 US Dollar und ging an den Höchstbietenden, Jerre Hentosh, für 2,84 Millionen Dollar.

(4) Quelle:  US Marshall Services


Portugiesischer Diamant


Der sogenannte Portugiesische Diamant ist ausgestellt im Smithsonian Institut in Washington DC und ist mit 127,01 Karat der größte geschliffene Diamant in der Sammlung des Museums. Sein Namensgeber war der bekannte Juwelier Harry Winston, der den Stein gegen 2,400 Karat kleinere Diamanten des Museums eintauschte. Er vermutete, dass der Diamant aus Portugal kam und einstmals der königlichen Familie gehörte. Heute weiss man, dass der Diamant eigentlich aus Südafrika stammt und in der Premier Mine gefunden wurde. Die neuzeitliche Geschichte des Edelsteins ist verbunden mit viel Leidenschaft: Vorbesitzerin in den 1920ern war Glamourgirl Peggy Hopkins Joyce, die über viele Ehen und noch mehr Liebschaften getreu dem Prinzip „Felix Austria“ eine anschauliche Edelsteinsammlung zusammentrug.

Aus gemmologischer Sicht ist der Diamant insbesondere interessant aufgrund seiner sehr starken Fluoreszenz. Wie bereits im Kapital Fachwissen über Fluoreszenz beschrieben ist der Portugiesische Diamant ein seltenes Beispiel der sogenannten "overblues".



(5) Der Portugiesische Diamant

Die extrem starke Fluoreszenz lässt den Diamanten etwas milchig erscheinen. Das Gemological Institute of America (GIA) hat den Edelstein mit dem Farbgrad M sowie dem Reinheitsgrad VS1 beschrieben. Der wunderbar ausgeführte Smaragdschliff zusammen mit der hohen Reinheit und der besonderen Fluoreszenz machen diesen Diamant wirklich einzigartig. Um mehr über den Portugiesischen Diamanten zu erfahren, klicken Sie hier.

(5) "Mit freundlicher Genehmigung des Smithsonian Instituts", Fotograf Chip Clark


Der Tiffany Diamant


Entdeckt im Jahre 1878 ist der Tiffany-Diamant einer der größten gelben Diamanten überhaupt. Das Karatgewicht des im Kissenschliff geformten Diamanten mit 90 Facetten beträgt 128,51 Karat (ca. 25 g). Ursprünglich hatte der gelbe Rohstein 287,42 Karat bevor er von George Frederick Kunz (1856-1932) geschliffen wurde. Zum einen wurde dabei darauf geachtet,  möglichst viel Gewicht zu erhalten. Zum anderen sollte die besondere Farbe des Diamanten, Kanariengelb, noch mehr hervorgehoben werden. Seinen Namen erhielt der einzigartige Stein von der Firma Tiffany, die ihn besitzt.




(6) Tiffany Diamant in der berühmten Brosche "Bird on the Rock"


Bislang wurde der Diamant nur von zwei Frauen getragen: Sheldom Whitehouse und Audrey Hepburn (Breakfast at Tiffany´s). Bekannt ist der Edelstein besonders in einer von Jean Schlumberger entworfenen Brosche, genannt Bird on the Rock.

 (6) Quelle: Wikipedia, author: Shipguy


Orlov Diamant


Der Orlov-Diamant ist einer der berühmtesten Diamanten der Welt. Er wiegt 189,62 Karat und ist in das goldene Zepter der russischen Zaren eingearbeitet. Die Maße sind vergleichbar mit der Größe eines halben Ei, die Farbe ist weiß mit einem leichten blau-grünlichen Schimmer.  Namensgeber ist der russische Graf Orlov, der ihn Katharina der Großen (1762-1796) schenkte. Zu sehen ist der Orlov-Diamant in der Ausstellung des Diamantenfonds in der Rüstkammer des Moskauer Kremls. Seinen Ursprung hat er allerdings in Indien.



(7) Orlov Diamant im Zepter des russischen Zaren

Der Diamant ist auch aufgrund seiner Form besonders: Als einer der wenigen historischen Diamanten wurde der Stein nicht umgeschliffen, sondern in seiner ursprünglichen Form, dem Rosen-Schliff, belassen.

(7) Quelle: Wikipedia, Erlaubnis: Bron: DIAMONDS – Famous, Notable and Unique (GIA)


Excelsior Diamant


Gefunden im Jahr 1893 in der südafrikanischen Jagersfontein Mine ist der Excelsior Diamant der bislang zweitgrößte je gefundene Rohdiamant. Lediglich der Cullinan Diamant war noch größer. Mit einem imposanten Gewicht von 995,2 Karat (194 g) und dem blau-weissen Farbschimmer war der Diamant eine Sensation. Verarbeitet wurde der Rohstein in elf kleinere Edelsteine von 9,82 bis 69,68 Karat. Excelsior I bis XI wurden alle in Tropfen- und Marquiseform geschliffen.



(8) Excelsior Diamant im ungeschliffenen Zustand

Aufgrund einer Reihe von schwarzen Einschlüssen entschied man sich, den einzigartigen Diamant mit Farbgrad G von I.J. Asscher in Amsterdam schleifen zu lassen. Im Nachhinein wurde dies von vielen kritisiert, da man den größten geschliffenen Diamanten in einem Stück hätte produzieren können. Letztendlich spielten aber auch wirtschaftliche Aspekte eine Rolle: Es war schlichtweg niemand in der Lage, einen solchen großen Diamanten kaufen. Vor der Zerteilung lag der phänomenale Edelstein jahrelang im Safe. Excelsior I ist heute im Besitz von Robert Mouawad, der diesen 1996 für ca. 2,5 Millionen US-Dollar kaufte.

 (8) Quelle: Wikipedia, Autor: Edwin W. Streeter


Beau Sancy Diamant


Der Beau Sancy ist eine 34,98-karätiger Diamant und gehörte zu den Kronjuwelen der preußischen Hohenzollern. Der Beau Sancy ist nicht zu verwechseln mit dem größeren Sancy Diamant, der ein Gewicht von 55,23 Karat auf die Waage bringt. Geschliffen mit 110 Facetten misst der Diamant 22,3 mm in der Höhe und 19,5 mm in der Breite.



(9) Beau Sancy Diamant

Im Laufe der Zeit war dieser historische Diamant im Besitz von vier Königsfamilien: 1604 vom französischen König Heinrich IV. gekauft als Geschenk für seine Frau Maria de Medici. Später gelangte der besondere Stein ins Haus Oranien und danach nach England bis er am Anfang des 18. Jahrhunderts nach Preußen kam.
Im Jahr 2012 wurde der Beau Sancy von den Nachkommen der Hohenzollern bei Sotheby´s versteigert und erzielte nach einer einmaligen Bieterschlacht das 5-fache des vorher angegebenen Schätzwertes: Der Diamant wurde für mehr als 7,5 Millionen Euro verkauft.

(9) Quelle: Wikipedia


Sancy Diamant


Der Sancy Diamant ist ein leicht grün-gelblicher Edelstein von 55,23 Karat (ca. 11 g) in Schildform. Interessant ist, dass der Edelstein kein Unterteil (Pavillon) hat, sondern sich aus zwei Oberteilen (Kronen) zusammen setzt. Auch sind die Facetten symmetrisch angeordnet. Der Sancy Diamant war der Hauptstein der Königskrone Ludwigs XV. von Frankreich.



(10) Sancy Diamant

Erwähnt wurde der besondere Edelstein erstmals 1477, als ihn sein Besitzer, Herzog von Burgund, Karl der Kühne, als Talisman in die Schlacht bei Nancy trug. 1570 wurde er von Nicholas Harlay de Sancy, dem Botschafter am Hof des Sultans Selim II. in Konstantinopel erworben. Dieser ist bis heute sein Namensgeber geblieben. De Sancy verkaufte den Diamanten an die englische Königin Elisabeth I. von wo er wiederum im 17. Jahrhundert nach Frankreich gelangte. In den Wirren der Französischen Revolution wurde er aus der königlichen Schatzkammer gestohlen. Wieder aufgetaucht im 19. Jahrhundert wanderte er in den Besitz des russischen Großindustriellen Demidoff. Schließlich gelangte der Sancy Diamant in die heutige Apollo-Gallerie im Louvre, wo die Nachkommen von William Waldorf Astor, der den Edelstein 1906 kaufte, das historische Juwel ausstellen.

 (10) Quelle: Wikipedia


Der Florentiner


Ein Diamant von historischem Format von 137,2 Karat in Briolettes Form. Ungefähr walnussgroß, in heller gelber Farbe und von sehr guter Reinheit wurde der Florentiner zuletzt Anfang der 1920er Jahre gesehen. Damals galt er sogar als der viertgrößte Diamant der Welt. Bis zum Beginn des ersten Weltkrieges war der besondere Edelstein im Besitz der österreichischen Kaiserfamilie und war bis dato in der Hofburg ausgestellt und der Öffentlichkeit zugänglich.



(11) Der Florentiner auf dem einzigen bekannten Foto

Über die Geschichte des Florentiners ranken sich die verschiedensten Gerüchte. Einig ist man sich nur über den Ursprung, den Fundort Indien. Schriftlich wurde der Florentiner erstmals im 17. Jahrhundert festgehalten als Teil der Schatzkammer des toskanischen Großherzogs von Florenz. Nach der Ausrufung der Republik in Österreich und der Verstaatlichung des habsburgischen Besitzes verschwand der einzigartige Diamant, der rechtzeitig in die Schweiz geschafft worden war.

(11) Quelle: Wikipedia, Autor: Gryffindor


Golden Jubilee Diamant


Der Golden Jubilee Diamant ist der größte geschliffene Diamant weltweit. Mit 545,67 Karat wiegt er 15,37 Karat mehr als der sagenhafte Cullinan I. Genauso wie der Cullinan I (1905) wurde der Golden Jubilee (1985) in der südafrikanischen Premier Mine gefunden. Der Rohstein (ehemals Namenloswer Brauner genannt) wog 755,5 Karat (151 g) und wurde von Gabriel Tolkowsky über 2 Jahre in seine einmalige Form geschliffen. Heraus kam der 109 Gramm wiegende bernsteinfarbene Diamant im Fire-Rose Kissenschliff mit insgesamt 148 symmetrisch angeordneten Facetten.



(12) Der Golden Eye Diamant

Ursprünglich war der riesige Stein dafür gedacht, neue Schleifmethoden und -geräte auszutesten. Trotz seiner imposanten Größe fand der Diamant anfangs wenig Beachtung durch die braune Farbe sowie einiger tiefer Risse und Einschlüsse im Inneren des Steins. Die Expertise und Handwerkskunst Tolkowskys änderte dies indem er den unscheinbaren braunen Diamanten durch gekonnte Schliffausführung in eine funkelnde, golden-gelbliche Sensation verwandelte, dessen Schimmer im Inneren des Diamanten dem Stein seinen einzigartigen Charakter verleiht.

In Europa weitestgehend unbeachtet wurde der Diamant 1995 von De Beers an eine thailändische Firmengruppe verkauft. Nach der Segnung des Steins durch Papst Johannes Paul II., den buddhistischen Patriarchen und dem höchsten Imam Thailands wurde er König Bhumibol Adulyadej zum 50. Kronjubiläum geschenkt. Geschätzt wurde der Wert des besonderen Edelsteins auf vier bis 12 Millionen US-Dollar.

(12) Quelle: Wikipedia   


Koh-i-Noor Diamant


Der Koh-i-Noor Diamant (persisch: „Berg des Lichts“) wurde in Indien gefunden und wog ursprünglich 793 Karat. Einstmals der größte bekannte Diamant wiegt der oval geschliffene Diamant heute 105,6 Karat und ist Teil der englischen Kronjuwelen. Seine völlige Transparenz und hochfeine weiße Farbe begeistert heute wie damals alle, die einen Blick auf den Edelstein werfen können.

Indische Legenden erzählen davon, dass sich einst sogar Hindu-Götter um den sagenhaften Edelstein stritten. Schriftlich nachvollziehbar wurde er erstmals Anfang des 14. Jahrhunderts festgehalten: 1304 stahl ihn der indische Sultan Ala du-Din Khalji dem Raja von Malwa (Indien). Damals war der Diamant eingearbeitet im berühmten Pfauenthron in Delhi. Im Jahre 1739 gelangte der Edelstein in die Hände von Nadir Shah Afschar, dem „persischen Napoleon“, als dieser Delhi plünderte. Als Nadir Schah 1747 von seinen Generälen ermordet wurde, ging der Koh-i-Noor in die Schatzkammer von Punjab. Und als der Staat 1849 von den Briten (Britisch-Indien) annektiert wurde, gelangte der sagenumwobene Edelstein in den Besitz der Britischen Ostindien-Kompanie (British East India Company). Zum 250. Jubiläum der Gründung der Ostindien-Kompanie wurde dann der britischen Königin Victoria mit dem Diamanten ein einzigartiges Geschenk gemacht. In England angekommen wurde der Stein nochmals geschliffen: Von damals 186,5 Karat wurde das Gewicht auf die heutigen 105,6 Karat reduziert, dafür hat das Juwel allerdings viel an Brillanz gewonnen.




(13) Koh-i-Noor Diamant

Im Laufe der Zeit wurde der Diamant von Afghanistan, Iran, Pakistan und zuletzt Indien zurückgefordert. Dies wurde 2013 vom britischen Premierminister allerdings kategorisch abgelehnt.

(13) Quelle: Wikipedia; "The Crystal Palace and its contents. An illustrated Cyclopedia of the Great Exhibition 1851" by Shyamal


Krupp Diamant


Der Krupp Diamant (auch bekannt als Elizabeth-Taylor-Diamant) ist ein farbloser 33,19 Karat schwerer Edelstein im Asscher Schliff. Er erhielt seinen Namen durch seine ehemaligen Besitzer, die deutsche Industriellenfamilie Krupp. Danach wurde der Diamant von dem Schauspieler Richard Burton für seine Ehefrau Elizabeth Taylor gekauft. Zuletzt wurde dieser einmalige Edelstein 2011 bei Christie´s für 8,8 Millionen US-Dollar versteigert.



Auszug aus dem GIA Zertifikat des Krupp Diamanten und ein Beispiel der Asscher Schliffform

Ein Gutachten des renommierten gemmologischen Labors GIA (Gemological Institute of America) aus dem Jahre 2011 ergab einen Farbgrad D sowie die Reinheitsstuffe VS1. Darüber hinaus wurde festgestellt, dass der Krupp Diamant zum Typ IIa gehört. Diese Kategorie zeichnet sich durch die hohe chemische Reinheit aus- es ist kein Stickstoffgehalt festzustellen. Dies ist lediglich bei 1-2% aller Diamanten der Fall. Stickstoff ist verantwortlich für die gelbliche Färbung bei Diamanten. Der höchste Farbgrad D (hochfeines Weiss) ist ein Resultat der Abwesenheit von Stickstoff.