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Schliffform

Auf dem Weg zu Ihrem perfekten Diamanten ist die Entscheidung über die Schliffform eine wichtige Etappe. Diamanten kommen in den unterschiedlichsten Formen. Je nachdem welche Schliffform besser zu Ihnen oder Ihrer Lieben passt, können Sie individuelle Akzente setzen. Um Ihnen die Auswahl zu erleichtern haben wir im Folgenden eine Übersicht für Sie zusammen gestellt, in der die verschiedenen Möglichkeiten gezeigt werden.    


BRILLANT

PRINCESS


SMARAGD



ASSCHER


MARQUISE


TROPFEN


HERZ


OVAL


KISSEN


RADIANT




Brillant

Die klassische Variante ist und bleibt der traditionelle runde Brillantschliff (engl. Brilliant). Mehr als die Hälfte aller verkauften Diamanten sind Brillanten. Ursprung seines Namens und Ziel der Schliffform ist eine möglichst starke optische Wirkung durch Brillanz und Feuer. Über hundert Jahre hat die Entwicklung der beliebten Form gedauert. Generationen von Diamantschleifern sowie Forscher und Mathematiker haben bei der Perfektionierung der idealen Proportionen und einer harmonischen Anordnung der Facetten, die eine maximale Lichtausbeute erlaubt, mitgewirkt. Der eigentliche Preis eines Brillanten ist der Materialverlust während des Schleifens: Bis zu 50% des Gewichtes kostet ein exzellenter Brillantschliff den Rohdiamanten. Brillanz beschreibt hierbei die Menge an Licht, das durch die richtige Anordnung derFacetten zurückgeworfen wird. Das Feuer eines Diamanten beschreibt die Dispersion von Licht – die Zerlegung von weißem Licht in seine Spektralfarben, was sich in tausend bunten Lichtpunkten zeigt, die man beim Drehen und Wenden des Brillanten sieht.



- 57 Facetten
- Mehr als die Hälfte aller verkauften Diamanten
- Bis zu 50% Gewichtsverlust beim Schleifen des Rohdiamanten



Princessschliff (Princess Cut)

Der Prinzessschliff ist eine Symbiose aus Brillantschliff und Treppenschliff und zählt zu den gemischten Schliffen. Die für brillante und feurige Steine untypische eckige Grundform macht ihn zu einer beliebten Alternative für Brillanten. Ein weiterer Vorteil ist, dass durch die Art der Schliffgestaltung Einschlüsse weniger leicht sichtbar sind: Die 57 (je nachAusführung auch 76) Facetten kreieren ein Lichtspiel, das kleine Einschlüsse weniger sichtbar erscheinen lässt. Aufgrund der Patentierung des Schliffes benutzen internationale gemmologische Institute den Begriff „Modifizierter Brillantschliff“ (Modified Brilliant) in den Zertifikaten. Zu guter Letzt sollte man dann auch beim Princessschliff auf das Längen-Breiten-Verhältnis achten, denn jeder Diamant mit einem Verhältnis über 1,05 wird rechteckig erscheinen. Das macht diesen nicht unbedingt schlechter, trifft aber auch nicht jedermanns Geschmack. In der Regel sind Diamanten im Princessschliff im Vergleich zum Brillantschliff günstiger, da ca. 80% des Rohdiamantens erhalten werden. Diamanten bilden sich in Natur in Oktaederform, das heisst, zwei aufeinander stehende Pyramiden. Dies kommt dem Prinzessschliff zugute.

 


Smaragdschliff (Emerald Cut)

Der Smaragdschliff gilt als Understatement auf höchstem Niveau. Ursprünglich wurde der Smaragdschliff vorwiegend für Smaragd Edelsteine verwendet, daher rührt auch sein Name. Durch den parallelen Aufbau der Ober- und Unterteilfacetten gehört der Smaragdschliff zu den sogenannten Treppenschliffen (Step Cuts). Im Vergleich zu den Brillantschliffen, bei denen die Brillanz und das Feuer des Diamanten betont werden, spielen Farbe und Reinheit eine wichtigere Rolle. Durch die große Tafelfacette sind Einschlüsse meist leichter sichtbar. Dies sollte man beim Kauf stets bedenken. Insbesondere dem Flächenglanz (Luster) und damit der Politur der Oberfläche kommt eine wesentlich größere Bedeutung zu als dies bei den Brillantschliffen und modifizierten Brillantschliffen der Fall ist. Je nach Ausführung kann die Anzahl der Facetten variieren, in der Regel wird der Smaragdschliff aber in 57 Facetten geschliffen (25 im Oberteil und 32 im Unterteil). Nicht zuletzt sollte man auf das Längen-Breiten-Verhältnis des Diamanten achten. Die Norm für die rechteckige Form liegt zwischen 1,3 bis 1,7. Allerdings können auch Diamanten ausserhalb dieses Bereiches ihren Charme haben und treffen mitunter genau den Geschmack eines Liebhabers. Umso größer das Verhältnis der Länge zur Breite, desto mehr wirkt – an der Hand getragen – der optische Effekt der rechteckigen Form, welcher die Finger dünner und länger erscheinen lässt.



Asscher

Ein Diamant im Asscherschliff ist zu vergleichen mit einem Smaragdschliff, der ebenfalls 57 Facetten hat: Der Unterschied liegt darin, dass ein Asscherschliff quadratisch ist und nicht rechteckig. Wie auch beim Smaragdschliff ist bei der quadratischen Variante auf die Reinheit zu achten, da auch hier Einschlüsse unter der Tafel gut sichtbar sein können. Das Ebenmaß der gleich langen Seiten und ein Spiegelhalleneffekt beim Blick durch die Tafel geben dem Asscherschliff trotz seiner Verwandtschaft mit dem Smaragdschliff seinen eigenen Charakter. Internationale gemmologische Institute bezeichnen diese Schliffform als „Quadratischen Smaragdschliff“ (Square Emerald Cut).



Marquise

Die Marquise- oder Navetteform bezeichnet einen elliptischen Brillantschliff, der an beiden Enden spitz zuläuft. Da er mit Tafel, 8 viereckigen und 24 dreieckigen Facetten im Oberteil sowie 22 Unterteilfacetten standardmäßig weniger als 57 Facetten hat, zählt der Marquiseschliff zu den modifizierten Brillantschliffen. Durch seine länglichen Maße wirkt er deutlich größer als er tatsächlich ist: Im Vergleich zu einkarätigen Brillanten, die durchschnittlich 6,4 mm lang sind, besticht die Navetteform mit 10,5 mm durchschnittlicher Länge. Optisch verlängert das in der Wirkung auch denFinger, sofern der Diamant an einem Ring getragen wird. Wie auch beimSmaragdschliff spielt das Längen-Breiten-Verhältnis eine Rolle. In der Regel werden Marquiseschliffe im Verhältnis von 1,75 bis 2,25 geschliffen. Teilweise wird bei Navette, Tropfen und Herz statt einer zur Spitze zulaufenden Oberteilhauptfacette ein „französicher Punkt“ geschliffen. Dadurch erhöht sichdie Anzahl der Facetten und die Brillanz wird nochmals geringfügig gesteigert.



Tropfenschliff (Pear Cut)

Eine Mischung aus Brillant- und Marquiseschliff ist der sogenannte Tropfenschliff. Er besticht durch ein besonderes Design, das auf der einen Seite rund ist und auf der anderen spitz zuläuft.  Als modifizierter Brillantschliff gibt es tropfenförmige Diamanten wie Marquise und Oval in verschiedenen Länge-Breite-Proportionen.  Als ideales Verhältnis gilt der Bereich 1,5 bis 1,75. Durch den „französischen Punkt“ kann auch beim Tropfenschliff die Anzahl der Facetten leicht variieren. Zu beachten ist auch die Symmetrie, damit nicht eine Schulter des Diamanten stärker ausgeprägt ist als die andere und die Kontur des Tropfens verzerrt.



Herz

Auch beim Herzschliff ist die Symmetrie ein wichtiger Faktor, damit die Schultern des Diamanten gleichmäßig die Kontur unterstützen. Die beliebtesten Längen-Breiten-Verhältnisse liegen zwischen 0,9 und 1,1. Die Anzahl der Facetten ist je nach Schliffausführung unterschiedlich, liegt aber üblicherweise bei 58-59 (Oberteilfacetten: 33 + Tafel; Unterteilfacetten: 24 + Kalette). Auch wenn die Herzform für viele die symbolkräftigste Diamantform ist, so gilt es doch als speziell: Gerademal 1% unseres Diamantsortiments sind in der Herzform geschliffen. Hintergrund ist, dass die Herzform meist für Liebhaber interessant ist, während die meisten Schmuckinteressenten eher auf die traditionell bewährte und zeitlose runde Brillantform setzen.




Oval (Oval Cut)

Der ovale Schliff ist eine interessante Alternative für Schmuckliebhaber, die runde Formen bevorzugen, sich aber etwas absetzen möchten und eine einzigartigere Diamantform suchen. Der ovale Schliff lässt den Diamanten größer erscheinen und lässt – je nach Längen-Breiten-Verhältnis und sofern an der Hand getragen – auch die Finger optisch länger wirken. Umso kleiner das Verhältnis, desto runder der Diamant; umso größer das Verhältnis, desto länger wirkt der Ovalschliff. Als beliebter Bereich gilt hier 1,33 bis1,66.




Kissenschliff (Cushion Cut)

Der Kissenschliff ist die ideale Form für Liebhaber, die antikes Design und moderne Schleifkunst vereinen wollen. Die besondere Formgestaltung macht den Kissenschliff, der schon im 19. Jahrhundert erfunden wurde, auch heute noch interessant: Die rechteckige Grundfläche mit den gerundeten Ecken ähnelt einem Kissen. Durch die kleinere Tafel hat diese Diamantform zwar nicht die gleiche Brillanz wie ein Brillantschliff, dafür generieren die größeren Facetten allerdings mehr Feuer und geben ihm so seinen ganz eigenen Charme. In der Regel hat der Kissenschliff genauso wie der Brillantschliff 58 Facetten. Quadratisch ist die Form ungefähr bis zu einem Längen-Breiten-Verhältnis von 1,05; ab 1,10 spricht man von einem rechteckigen Kissen.




Radiant

Der Radiantschliff ist eine besondere Variante der gemischten Schliffe mit in der Regel 70 Facetten. Ähnlich dem Prinzessschliff vereint der Radiant Brillant- und Treppenschliff. Im Gegensatz zum Prinzessschliff sind die Ecken beim Radiant im Stil eines Smaragdschliffes gehalten und laufen nicht spitz zu. Die abgeschnittenen Ecken sind das Erkennungszeichen des Radiants. Auch hier gilt es wieder das Verhältnis von Länge und Breite zu beachten. Bis 1.05 wirkt der Radiantschliff quadratisch. Nichtsdestotrotz wird er auch gerne in der rechteckigen Variante gesehen. Internationale Institute bezeichnen diesen Schliff als „Cut-Cornered Rectangular Modified Brilliant“ bzw. in quadratischer Ausführung als „Cut-Cornered Square Modified Brilliant“.


 

Fantasie-Schliffe (Fancy Cuts)

Bei den Fantasieschliffen gibt es einige Besonderheiten zu beachten. Modifizierte Brillantschliffe (Herz, Oval, Marquise, Tropfen) haben einen gewissen Spielraum was die Anzahl und Lage der Facetten angeht. Beispielsweise wird manchmal ein sogenannter „Französischer Punkt“ geschliffen: Dies ist eine Variation von spitz zulaufenden Oberteilhauptfacetten wie hier anhand von Skizzen dargestellt. Dadurch wird die Brillanz des Diamanten zusätzlich leicht erhöht.

Ein weiterer Aspekt ist die sogenannte „Fliege“, im Englischen als bow-tie effect bekannt. Hierbei handelt es sich um eine brillanzärmere Zone an der breitesten Stelle des Diamanten in Form einer Anzugsfliege. Dieser Effekt kann zwei verschiedene Ursachen haben und ist unterschiedlich ausgeprägt: Sowohl ein zu flaches oder zu tiefes Unterteil als auch zu große Unterteilfacetten können den Effekt je nach Fantasieschliff, Anordnung der Facetten und Schliffausführung hervorrufen.

Bei Treppen- und Smaragdschliffen gibt es den „Rumpffaktor“, der eine zu starke Bauchung des Unterteils beschreibt. Eine zu starke Bauchung mindert die Brillanz des Edelsteines, da weniger Strahlen totalreflektiert werden. Ähnlich wie bei zu tiefen Brillanten wird bei manchen Fantasieschliffen das Unterteil zu tief bzw. überproportional gewölbt gelassen. Auf diese Weise wird Karatgewicht erhalten und der Diamant mitunter wertvoller, nicht jedochgleichzeitig auch schöner. Dieser Effekt ist umso stärker zu beobachten, je runder das Unterteil von der Seite her betrachtet ist.

Die Kontur eines Fantasieschliffes sollte in der Form hergefällig sein. Das heisst, dass beispielsweise ein Marquise-Schliff spitz zulaufen sollte und nicht oval wirkt. Genauso verhält es sich beimTropfenschliff: Ist hier die Form zu rund und ähnelt zu sehr dem Brillanten, empfinden die meisten die Kontur als unattraktiv oder sogar unförmig, da der klare und eindeutige Umriss fehlt. Die Ästhetik des Smaragdschliffes bedingt ein proportionales Verhältnis der Kantenlängen zu den Maßen des Diamanten. Ansonsten ist die Optik gestört und das Erscheinungsbild des Edelsteines leidet.


Form

Beliebtes Längen-Breiten-Verhältnis

Tropfen

1,50 bis zu 1,75

Marquise (Navette)

1,75 bis zu 2,25

Smaragd, Oval

1,30 bis zu 1,75

Herz

0,80 bis zu 1,25